LANDSHUT - PODIUMSDISKUSSION

21.4.09 | Landshut 


Netzwerke – ein Begriff, der im heutigen Zeitalter der Ressourcenknappheit immer häufiger auftaucht. Denn gerade jetzt, wo die Kapazitäten Einzelner allein oftmals nicht mehr ausreichend sind, baut man vermehrt auf die Bündelung von Wissen und die Nutzung von Synergien.

Und genau hier setzt die Initiative „Vereint in Bewegung“ an, die von den Kooperationspartnern Deutscher Kinderschutzbund (Landesverband Bayern), Bayerischer Fußballverband, Bayerischer Landes-Sportverband und der Sportjugendstiftung der bayerischen Sparkassen im vergangenen Jahr ins Leben gerufen wurde.

 

Mit der Podiumsdiskussion am Dienstag, den 21. April 2009, wurde das Projekt nun in Landshut offiziell vorgestellt. Die Spitzenvertreter der beteiligten Institutionen Günther Lommer (Präsident des BLSV), Dr. Rainer Koch (Präsident des BFV), Ekkehard Mutschler (Vorsitzender des DKSB, Landesverband Bayern) und Dr. Ingo Krüger (Sportjugendstiftung der bayerischen Sparkassen) sowie Hans Rampf (Oberbürgermeister der Stadt Landshut) stellten sich den Fragen von Moderator Volker Waschk vom Regionalfernsehen Landshut.

 

„Die Kooperationspartner verfolgen das gemeinsame Ziel, bereits bestehende Projekte verschiedener Sport- und Sozialverbände zu den Themen Integration, Gewalt- und Suchtprävention sowie Gesundheitsförderung zusammen zu bringen und miteinander zu vernetzen. Dies kann nur durch die Bündelung von Ressourcen und die Nutzung vorhandener Strukturen vor Ort erreicht werden,“ so BLSV-Präsident Günther Lommer.

Ekkehard Mutschler vom Deutschen Kinderschutzbund betonte, dass durch diese neuartige Initiative die sozialen Einrichtungen verschiedene Sportangebote kennen lernen, an denen die von ihnen betreuten Kinder teilnehmen können, und Sportvereine gleichzeitig die Möglichkeit haben, Unterstützung durch pädagogische Fachkräfte zu erfahren.

Finanzielle Unterstützung findet das Projekt durch die Sportjugendstiftung der bayerischen Sparkassen, die sich als Förderer von Breitensportaktivitäten für junge Menschen als weiterer Partner einbringt. Geschäftsführer Dr. Krüger sieht in „Vereint in Bewegung“ die Chance, die Zukunft von Kindern und Jugendlichen zu prägen und deren Freizeitverhalten durch die Einbindung in Sportgruppen positiv zu beeinflussen.

Um das Projekt zu forcieren und zentral zu koordinieren, wurde sowohl beim Deutschen Kinderschutzbund als auch beim Bayerischen Landes-Sportverband eigens dafür Personal bereit gestellt. Rahel Rose vom DKSB vertritt dabei schwerpunktmäßig die Interessen der Sozialverbände, während Alexandra Gailer für die Belange der Sportvereine und –verbände zuständig ist.
Zudem bringt sich der Bayerische Fußballverband in die Initiative ein und bildet mit einer großen Zahl an Mitgliedern und Funktionären eine breite Basis für ein intaktes Netzwerk.

 

Nachdem Grundidee, Entstehungsgeschichte und die Umsetzungsweise dieses Zusammenschlusses präsentiert wurden, ging die Diskussion in eine zweite Runde. Nun kamen die praktisch Wirkenden vor Ort zu Wort. In ihrer Funktion als Regionalkoordinatorin für das Projekt stellte Irene Weigl die aktuelle Entwicklung eines sportlich-sozialen Netzwerkes in Landshut als einem von bald 14 Modellstandorten dar und informierte über zukünftig geplante Veranstaltungen. Herr Frohnholzer, Jugendleiter der Turngemeinde Landshut, berichtete über die Jugendarbeit in seinem Verein. Dass die Zusammenarbeit von sozialen Einrichtungen und dem Sport in der Praxis sehr gut funktioniert, verdeutlichte Peter Haidlas von der Mobilen Jugendarbeit Landshut, der durch die Einbindung von Jugendlichen in Sportgruppen seit Jahren die integrative Wirkung des Sports hautnah erlebt. Diese wertvolle Komponente des Sports konnte auch Oliver Wunsch vom Boxclub SC Bavaria Landshut bestätigen. Sein Schützling Julian Biscombe, der selbst erst vor einigen Jahren aus Trinidad und Tobago nach Landshut kam, erzählte, dass er sich in seinem Verein sehr wohl und vollwertig integriert fühle und er durch den Boxsport viele neue Freunde gewinnen konnte.

 

Der Oberbürgermeister der Stadt Landshut Hans Rampf lies sich von der Wirksamkeit der Zusammenarbeit von Sport- und Sozialverbänden begeistern und sicherte seine Unterstützung für das regionale Netzwerk in Landshut zu. Die Beteiligung von Landshuter Sportvereinen und sozialen Einrichtungen an der Diskussionsrunde zeigte sehr schnell, wie sehr in Zukunft alle von diesem Netzwerk profitieren können.

 

Neben der regen Diskussion hatte der Abend außerdem ein weiteres Highlight zu bieten: Die neue Homepage des Kooperationsprojektes wurde von den beiden Landeskoordinatorinnen vorgestellt. Sie bildet eine Plattform für soziale Einrichtungen und Sportvereine entstanden, auf der Informationen rund um „Vereint in Bewegung“, Ansprechpartner, Hilfestellungen, Schulungsangebote, Leihmaterialien und Fördermöglichkeiten bereit gestellt werden.

 

Die Spitzenvertreter auf dem Podium
Die Spitzenvertreter auf dem Podium
Präsentation der Homepage
Präsentation der Homepage